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 Abteilungshistorie und sportliche Erfolge

Die frühen Jahre
Die Abteilung wurde 1991 von sechs Spielern gegründet. Franz Josef Böhmer und Reinhard Graß waren die Initiatoren der Gründung. Franz Josef Böhmer war der erste Abteilungsleiter und blieb es auch während seiner aktiven Spielerzeit. Reinhard Graß verwaltete die Finanzen. Hinzu kamen Waldemar Speer, Johann Weidner, Gerold Pfeiffer und Ralf Mohr als Spieler. Trainer war Walter Sester, der von Hans-Dieter Weidner unterstützt wurde. Das Team fand sich sehr schnell in der Torballszene ein und konnte sich auf Anhieb zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren. Bei der ersten Teilnahme reichte es zum 9. Platz. Ein Jahr später wurde bereits der dritte Platz erreicht und 1994 erreichte dieses Team die Vizemeisterschaft in Essen. Verletzungen und Krankheit führten dazu, dass dieses Team in den folgenden Jahren nach und nach auseinanderfiel. 
 
Die Abteilung wächst
Trotz der Verluste, neben zahlreichen Leistungsträgern, verließ auch Übungsleiter Walter Sester aus beruflichen Gründen die Mannschaft, gelang es der Abteilung sich nicht nur über Wasser zu halten, sondern sogar zu wachsen. Hans-Dieter Weidner übernahm die sportliche Leitung und Gerhard Jaworek die Abteilungsleitung. Die Mannschaft konnte nicht mehr an die sportlichen Erfolge der frühen neunziger Jahre anknüpfen, war aber Dauergast bei Deutschen Meisterschaften und für die Favoriten immer wieder ein gefürchteter Gegner.

Die SG Baden
Nachdem die BSG Offenburg und auch der PSV Karlsruhe  - zwei badische Teams die „ewige“ Konkurrenten und trotzdem befreundet sind – immer mehr Schwierigkeiten hatten, schlagkräftige Teams zur Deutschen Meisterschaft zu schicken, wurde 2002 die Spielgemeinschaft Baden gegründet. Mit der SG Baden kehrte auch der Erfolg wieder zurück.
Nach Verletzungsmiseren in den ersten beiden Jahren trumpfte das Team auf und bot dem Serienmeister aus Landshut (neun mal Deutscher Meister) immer mehr Paroli. 2005 unterlag die SG Baden im Finale und erreichte die Vizemeisterschaft. 2006 wurde die SG Landshut im Finale bezwungen und die Deutsche Meisterschaft zum ersten Mal nach Baden gebracht. Das Team wurde 2005 und 2006 von den Mitgliedern des PSV zur Mannschaft des Jahres gewählt. Im gleichen Jahr wurde man auch „Team des Jahres“ beim Badischen Behinderten- und Rehabilitationssportverband. Seit dem Ende des Erfolgsjahres 2006 ergänzt und verstärkt Josef Albanese das Team und die Abteilungsleitung wurde an Astrid Weidner weitergereicht.
Als Deutscher Meister durfte das Team am Weltcup teilnehmen und belegte dort den fünften Platz.
Im Jahr 2007 durfte die SG Baden den Niederbayern aus Landshut einen weiteren Titel abnehmen. Zum ersten Mal konnte mit der SG Baden 2007 eine andere Mannschaft als die SG Landshut die Süddeutsche Meisterschaft gewinnen. Bei der Deutschen Meisterschaft belegte die SG Baden 2007 – nach einer Niederlage gegen die SG Landshut im Halbfinale – den dritten Platz und behauptete sich erneut im Spitzenfeld.

Engagement in der Nationalmannschaft
Nach dem Rücktritt von Ralf Thurm übernahm Hans-Dieter Weidner im April 2007 den Posten des Cheftrainers bei der Herrennationalmannschaft. Josef Albanese wurde gleich mit ins Boot geholt als Co-Trainer und Physiotherapeut. Bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck gewann die Nationalmannschaft den Titel. Es war der erste Weltmeistertitel für die Nationalmannschaft und zum ersten Mal wurde ein Weltmeistertitel zum PSV gebracht. Der PSV Karlsruhe stellte vier der insgesamt 8 Teammitglieder. David Georgi und Mario Kratzer als Spieler sowie Hans-Dieter Weidner und Josef Albanese als Trainergespann.

Engagement im Jugendbereich
Auf die Initiative von Josef Albanese wurde mit der Schule am Weinweg eine Kooperation geschlossen. Zunächst mit Tai Chi, dann auch mit Torball und Selbstbehauptung. Inzwischen läuft die Kooperation mit der Sehbehindertenschule mehrere Jahr und ist ein vielversprechendes Projekt der Jugendförderung. Das Jugendteam hat bereits an mehreren Turnieren teilgenommen und entwickelt sich sehr gut.

Der Turnierbetrieb
Die Torballmannschaft des PSV Karlsruhe nimmt jährlich an ca. 8-10 Turnieren teil (zu Spitzenzeiten waren es bis zu 15 Turniere) und hat schon weit über 50 Turniere gewonnen. Einige unserer Spieler haben für die Nationalmannschaft gespielt und dort großartige Erfolge gefeiert. Waldemar Speer gewann 2001 die Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz. David Georgi und Mario Kratzer wurden 2007 Weltmeister in Österreich. Hans-Dieter Weidner und Josef Albanese führten die deutsche Nationalmannschaft zum Titel.

 Torball und Gastfreundschaft

Turniere im Torball
Torballturniere sind im Großen und Ganzen wie andere Turniere. Es spielen meist 6-12 Mannschaften jeder gegen jeden oder in zwei Gruppen. Manchmal mit, manchmal ohne Finalrunde, anstrengend ist es so oder so. Ein Turnier dauert einen ganzen Tag manchmal sogar zwei Tage.
In einer Hinsicht sind die Turniere jedoch anders als bei den meisten Sportarten. Ein Verein lädt sich die Gäste ein und übernimmt die Kosten für die Mannschaft. Das heißt die Verpflegung während des Turniers, die Übernachtungskosten und selbstverständlich die Kosten (bis auf die Getränke!) für die Abendveranstaltung, die zum zweiten Höhepunkt eines Turniertages wird. Man isst gemeinsam und  lässt den Turniertag Revue passieren. Kontakte werden geknüpft oder gepflegt, Spiele analysiert und kommentiert, Trainer kritisieren und loben und müssen ebenso Kritik und Lob hinnehmen. Schiedsrichter diskutieren umstrittene Entscheidungen mit Spielern und Trainern. Man plant, erzählt, ärgert und freut sich. Der Tag findet einen regen, aber auch würdigen Abschluss. Und manchmal gibt es sogar Musik und Tanz.

Dieser Modus – unseres Wissens einmalig im Sport – ermöglicht  den Gästen einen angenehmen Aufenthalt, da ihr organisatorischer Aufwand sehr gering ist. Für den Ausrichter ist der Aufwand zwar groß, er kann aber kostengünstig einkaufen und auch bei Hotelreservierungen günstigere Preise aushandeln. Wir leben von der Gastfreundschaft der andern und sind selbst bemüht gastfreundlich aufzutreten.

So waren wir in Sachen Torball schon in vielen Städten im In- und Ausland unterwegs und haben schon gegen beinahe hundert verschiedene Mannschaften gespielt. Und da wir der Reisen in Sachen Torball noch nicht müde sind, sollen es ruhig noch ein paar mehr werden.

Bisher hat der PSV Karlsruhe jedes Jahr ein Freundschaftsturnier ausgerichtet, dazu zwei Mal die Süddeutsche Meisterschaft  und schon häufiger die Badische Meisterschaft  und den Baden-Württemberg-Pokal. Ohne unsere ehrenamtlichen Helfer, deren Engagement weit über den üblichen Rahmen hinausgeht, wären diese Turniere nicht möglich gewesen.

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