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Zwei Stilrichtungen - ein Gedanke ...

Brazilian Jiu-Jitsu

Das Brasilianische Jiu Jitsu (BJJ) ist die südamerikanische Variante des traditionellen, japanischen Jiu-Jitsu. Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts maßgeblich von den Brüdern Carlos und Heli Gracie entwickelt.
Carlos Gracie erlernte das Jiu Jitsu von Mitsuo Maeda, auch bekannt unter dem Namen Count Koma (Conde Koma auf Brasilianisch). Maeda reiste 1920 nach Brasilien, um beim Aufbau einer japanischen Kolonie zu helfen. Dort lernte er Gastao Gracie, einen Mann schottischer Abstammung und mit großem politischen Einfluss kennen. Es entwickelte sich eine Freundschaft zwischen den beiden Männern und Mitsuo unterrichtete schließlich auf Bitte von Gastao dessen Sohn Carlos im Jiu-Jitsu.
Carlos gab sein Wissen an seinen jüngeren Bruder Helio weiter. Helio war körperlich nicht sonderlich stark und konnte eine Vielzahl der traditionellen Techniken nicht anwenden. Daher modifizierte er viele Techniken und machte sie somit effektiver und für körperlich schwächere Personen anwendbar.
Die beiden Brüder Carlos und Helio unterrichteten ihre Kinder im Jiu Jitsu und gaben Ihr Wissen somit an die nächste Generation von Kämpfern und Lehrern weiter.
In den siebziger Jahren reiste Rorion Gracie, einer der Söne Helios, in die USA, um dort Karriere zu machen und seine Kampfkunst zu verbreiten. Anfangs unterrichtete Helio Jiu-Jitsu in seiner Garage und konnte mit der Zeit viele Menschen in den USA für die neue Kampfkunst interessieren. Zu Beginn der Neunziger Jahre gelang dann der Durchbruch, als Rorion eine eigene Akademie in Los Angeles eröffnete und zusammen mit dem Werbefachmann Art Davie die legendären "Ultimate Fighting Championships (UFC)" ins Leben rief.
Bei diesen Mixed Martial Arts (MMA) Wettkämpfen, welche nur durch einige wenige Regeln beschränkt waren, kämpften Kampfkünstler unterschiedlicher Stile gegeneinander. Ziel des Wettkampfes war es, den Gegner k.o. zu schlagen oder ihn zur Aufgabe zu bringen. Der leichteste Teilnehmer der ersten Turniere war Royce Gracie (einer von Helio's Söhnen), der eindrucksvoll die Effektivität des BJJ in diesen fast regellosen Kämpfen demonstrierte und drei von vier teilgenommenen Wettbewerben gewann.
Mittlerweile ist BJJ weit über die Grenzen von Brasilien hinaus bekannt und kann in fast jeder größeren Stadt trainiert werden. Auch im Bereich Mixed Martial Arts sind BJJ Techniken nicht mehr wegzudenken. Die Erfahrung in MMA oder Free-Fight Kämpfen hat gezeigt, dass durch den Einsatz von BJJ Techniken das eigene Verletzungsrisiko stark minimiert werden kann. Schläge und Tritte bilden beim BJJ nicht den Schwerpunkt und werden in erster Linie taktisch benutzt, um beim Gegner eine bestimmte Reaktion zu provozieren. Dies dient dazu, um z.B. im Standkampf die Distanz zu überbrücken bzw. im Bodenkampf finale Hebel- oder Würgetechniken anzuetzen.

Luta Livre

Luta Livre ist eine ringerische Kampfkunst, die parallel zum brasilianischen Jiu-Jitsu im 20. Jahrhundert in Rio de Janeiro entwickelt wurde. Der Name "Luta Livre" kommt aus dem Portugiesischen und bedeutet "freier Kampf". Im Gegensatz zum Brasilianischen Jiu-Jitsu wird ausschließlich ohne Gi gekämpft.
Nach Deutschland brachte Luta Livre 1995 der brasilianische Musiker Daniel d'Dane. Daniel ist Schwarzgurt im Luta-Livre und Schüler sowie Freund zwei der bekanntesten Luta-Livre-Lehrer in Rio: Eugenio Tadeu und Hugo Duarte.
Lange Zeit gab es eine starke Rivalität zwischen dem brasilianischen Jiu-Jitsu und dem Luta Livre, was sich immer wieder in Vergleichskämpfen (Vale Tudo Kämpfen) äußerte. Vale Tudo bedeutet "Alles geht", was sich auf das minimale Regelwerk der Kämpfe bezieht. Im Grunde sind bei diesen Kämpfen sämtliche Schläge, Tritte, Würfe sowie Hebel- und Würgetechniken erlaubt.
Aufgrund der herausragenden Persönlichkeit von Daniel d'Dane bildet dieser in Brasilien eine Brücke zwischen Jiu Jitsu und Luta-Livre, da er trotz der großen Unterschiede dieser Kampfarten in beiden Lagern respektiert und geschätzt wird.

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